Umdenksituation Michelberger Hotel streets of berlin

"So kenne ich mich gar nicht"

"Mir fehlt die Motivation"

"Actually I am just procrastinating"

"Ich habe so lange auf diese Chance gewaret, aber wozu eigentlich?"

"An welcher Stelle habe ich es verpasst, den Abzweig zu nehmen?"

Zu gehen macht was mit mir, oder den Menschen um mich. Bin ich plötzlich offener, zugänglicher? Oder werden sie redseliger, weil ich bald nicht mehr hier sein werde? Ich kann es nicht genau sagen. Was aber ganz real ist, das sind die Gespräche, die ich zur Zeit führe. Zwischen Copy Points und Meeting Rooms, mit einem Filterkaffee aus dem Mocca Master, einer gekühlten Club Mate in der Hand, tuschelnd, flüsternd oder ganz frei sprechend, dann aber bitte nur im Silent Space, in einer Chat Box oder da wo kein anderer Kollege lauschen könnte. 

Plötzlich reden sie ganz offen über ihre Gefühle und Bedenken. Ich höre wie der Frust aus ihnen spricht. Motivationslosigkeit und Resignation schwingen in ihren Stimmen mit. Und ich frage mich, ob ich die erste bin, mit der sie so offen darüber sprechen. Der Druck zu performen ist hoch, die Verantwortung groß. Deadlines sind immer zu knapp. Versagen ist keine Option. Immer schneller, immer weiter – und dabei bleibt so vieles auf der Strecke.

Und ich frage mich, ob ich die erste bin.

Und ich frage mich, was wäre, wenn du wüsstest, dass es den anderen genauso geht wie dir.

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