Gärten der Welt Berlin-1463

Oh mein Gott! Du wirst nie wieder eine Wohnung in Berlin finden!


platze es aus meiner Kollegin heraus als ich endlich verriet, was ich nach meinem aktuellen Job vorhabe.

Damit hat sie vielleicht gar nicht so unrecht. Der Wohnungsmarkt in Berlin ist, wie in vielen anderen deutschen Großstädten, maßlos überlaufen. Ich kenne viele Geschichten von Freunden und Bekannten, die nur durch Bestechung der Markler und Vermieter an ihre Wohnung gekommen sind. Man kann es ihnen nicht verübeln. Will man keine großzügigen Geldgeschenke verteilen, hilft nur noch das altbewährte „Vitamin B“.

Nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, dass es die richtige Entscheidung war unsere Drei-Raum-Wohnung in Friedrichshain zu kündigen. Ich mag den Kiez rund um den Boxhagener Platz sehr, aber habe mich in der Wohnung selbst nie richtig Zuhause gefühlt. Sie glich mehr einer WG, als einem schönen, gemeinsamen Rückzugsort. Der große Wasserschaden und die monatelange Umbauphase im Dachgeschoss über uns, trugen den Rest zum Unbehagen bei.

Anders verhält es sich da mit meiner Arbeit. Zwei Tage nach dem Patrick die Kündigung der Wohnung abgeschickt hatte, habe ich dann auch meinen Job gekündigt. Es ging kurz und schmerzlos,  kam überraschend für meine Kollegen und es waren im Anschluss mehr als eine feste Umarmung nötig um den Schock zu verdauen. Wenn ich jetzt zurückdenke, wird mir immer noch ein bisschen mulmig. Doch ich genieße die letzten Wochen sehr und möchte noch nicht an den letzten Tag im Büro denken. Ich bin mir sicher, dass mehr als eine Träne kullern wird. Aber ich weiß auch, dass es die richtige Entscheidung war. Es ist notwendig um mich weiterzuentwickeln. Voranzukommen. Und wie sagt man so schön: „Man sieht sich immer zwei mal im Leben.“

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