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Tropeninstitut Impfung Weltreise 16-10-0131

Wir hatten heute einen Beratungstermin in einem privat geführten Tropeninstitut für Reise- und Tropenmedizin hier in Berlin.  Mit einem mulmigen Gefühl und mehreren hundert Euro weniger im Portemonnaie verließen wir es wieder. Aber fangen wir von vorn an.

Wir betraten das Tropeninstitut gegen 9:00 Uhr und als erstes vielen uns die orange-gelben Wände mit unzähligen National Geographic Fotos indigener Stämme, vor allem aus Afrika und Südamerika, auf. In manchen Ecken standen große, tropisch anmutende Pflanzen und geschnitzte Holzmasken lachten uns an. Es war wuselig vor und hinter dem Empfangstresen. Hier saßen 4 Männer und Frauen, die Formulare ausfüllten, emsig auf die Tastaturen tippten und Anrufe entgegennahmen. Auch wir mussten als erstes ein Informationsblatt ausfüllen. Neben den üblichen Angaben, wie Name und Geburtstag, sollten wir auch die Länge unserer Reise angeben, die Orte/ Kontinente die wir besuchen wollen, welche Allergien wir besitzen, … Nach der Anmeldung nahmen wir im Wartebereich zwischen vielen jungen Menschen und Paaren platz und wurden kurze Zeit später aufgerufen und in das Ärztezimmer begleitet.

Vor uns saß nun ein junger Arzt, der wohl in etwa unserem Alter entsprach und zugab, dass er selbst nie länger als drei Wochen vereist ist. Er habe nicht viele Kunden, die eine Weltreise unternehmen wollen. Dann prüfte er sorgfältig jeden unserer Impfpässe und kreuzte in einer Tabelle an, welche Impfungen wir durchführen lassen sollten und welcher Zeitraum dafür notwendig ist.

Hinweis: Grundsätzlich ist es eure freiwillige Entscheidung ob ihr euch impfen lassen wollt und wenn ja, in welchem Umfang. Es gibt  aber auch Länder, in die ihr nur einreisen dürft, wenn ihr bestimmte Impfungen vorweisen könnt z.B. Gelbfieber-Impfung. Ihr könnt das auf den Seiten des Auswärtigen Amts prüfen oder bei den jeweiligen Botschaften bzw. Visa-Ausgabestellen.

Nachdem wir über all die fiesen Krankheiten gesprochen hatten, für die es einen Impfschutz gab, ging es nun weiter mit den gesundheitlichen Gefahren, für die es keine ärztliche Prävention gibt z.B. Mücken, die das Dengue-Fieber übertragen, Zecken, Wanzen und Würmer, Bakterien im Wasser, Wanzen in den Betten und Tierkot in den Obst- und Gemüselagern der Streetfood Stände. Er drückte uns mind. zehn verschiedene Merkblätter in die Hand, schrieb uns direkt noch zwei Rezepte für Malaria Prophylaxe und Antibiotika auf und wir wurden immer stiller und dachten nur WTF?!

Dann nahmen wir jeder mehrere Impfungen mit und zahlten inkl. Beratung rund 300€. (weitere Impfungen folgen 2019). Im Aufzug auf dem Weg nach unten schauten wir uns an und seufzen. „Puh! Das war hart. Sicher, dass wir noch verreisen wollen?“ Wir lachten. Natürlich sind wir uns sicher. Ein ähnliches Gefühl hatten wir bereits als wir die Warnungen des Auswärtigen Amts lasen. Sie, sowohl die Behörde als auch alle Ärzte, müssen über alle Eventualitäten und Risiken aufklären. Und das ist auch gut so. Es heißt aber noch lange nicht, dass auch all diese Dinge eintreffen müssen.

Icon Doctor Tropeninstitut

#1 Bedenkt bei eurer Planung, das einige Impfungen mehrere Spritzen in verschiedenen zeitlichen Abständen (einige Wochen bis mehrere Monate) benötigen um vollumfassenden Schutz bieten zu können. Sprecht also rechtzeitig mit eurer Ärztin/ Arzt.

#2 Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts könnt ihr euch vorab zu notwendigen bzw. empfohlenen Impfungen und Sicherheitsmaßnahmen informieren.

#3 Eure Krankenkasse kann euch Auskunft darüber geben, ob Kosten für die Impfungen erstattet werden. Hebt also unbedingt Rechnungen und Quittungen von Apotheken und Ärzten auf.

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